Umweltbundesamt

    Die Ergebnisse unserer regelmäßigen Beschäftigtenbefragungen im Umweltbundesamt verdeutlichen uns, dass die Möglichkeit, Beruf und Familie beziehungsweise Privatleben in Einklang bringen zu können, einen immer größeren Stellenwert für unsere Beschäftigten einnimmt: Über 40% unserer Beschäftigten haben betreuungsbedürftige Kinder, viele davon pendeln zudem weitere Strecken (über 30 Minuten). Da ist nicht immer leicht alles „unter einen Hut zu bekommen“.

     

    Warum ist uns eine familienbewusste Personalpolitik wichtig? 

    "Aus den Befragungen unserer Beschäftigten wissen wir, dass eine familienbewusste Personalpolitik einen großen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit und den Gesundheitszustand hat. Wenn wir als Arbeitgeber also langfristig leistungsfähige, gesunde und motivierte Mitarbeitende haben möchten, die gerne zur Arbeit kommen, dann müssen wir auch dahingehend investieren. Und das tun wir - mit Überzeugung!"

    Karsten Klenner, Leiter Zentralbereich Umweltbundesamt

     

    Schwerpunkte unserer familienbewussten Personalpolitik: 

    Deshalb bieten wir:

    • Flexible Arbeitszeiten
    • Eltern-Kind-Zimmer
    • Belegplätze in einer Dessauer Kindertagesstätte
    • einwöchige Kinderferienprogramme zur Betreuung schulpflichtiger „UBA-Kinder“ und
    • regelmäßige Vorträge/Workshops zu familien- und gesundheitsrelevanten Themen. 

    Aktuell bauen wir zudem die Telearbeit aus und ermöglichen seit Ende 2018 allen Beschäftigten bis zu 50 % ihrer wöchentlichen Arbeitszeit mobil zu arbeiten - in einem bestimmten Rahmen und in Absprache mit der Führungskraft. Das macht es möglich, die Arbeitsanforderungen und die familiären Bedürfnisse besser in Einklang zu bringen, wie etwa Arztbesuche, Termine mit Handwerkern, die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen.

    Mit der Mobilen Arbeit verbunden ist ein Wandel von einer Präsenz- zu einer Ergebnis- und Vertrauenskultur: Also weg von starren Regelungen, hin zu einem weitgehend individuellen Rahmen. Nicht mehr stur 9 bis 17 Uhr für den Einzelnen, stattdessen Kernanwesenheit einer Arbeitseinheit zwischen 9 und 15:30 Uhr. Individuell kann jeder zwischen 6 Uhr morgens und 22 Uhr am Abend arbeiten. Zusammenarbeit findet so nicht mehr nur an einem Ort statt, sondern zunehmend in Teams mit begrenzten gemeinsamen Präsenzzeiten in der Dienststelle.

     

    Effekte: 

    Die Beschäftigtenbefragungen, die wir regelmäßig durchführen und die Rückmeldungen aus Vorstellungsgesprächen zeigen uns: Wer familienfreundliche Angebote hat, ist als Arbeitgeber attraktiv. Im Kontext von Arbeit 4.0 und des demografischen Wandels verbessern wir deshalb kontinuierlich unsere lebensphasenorientierte Personalpolitik: Dazu gehen wir verstärkt die Themen „Vereinbarkeit von und für Führungskräfte mit Lebensphasenbezug“  und „Optimierung des Informationsstands zum Thema Pflege“ an.

     

    Tipp: 

    Binden Sie Ihre Beschäftigten ein und befragen Sie sie: Danach, was sie belastet und was sie sich von Ihrem Arbeitgeber wünschen. Dann haben Sie eine konkrete Basis, um etwas zu tun. Und zwar individuell, denn es gibt keine Patentlösung, die für alle Unternehmen oder Einrichtungen gilt. Zweitens es ist sinnvoll, sich mit anderen Institutionen auszutauschen und voneinander zu lernen. Deshalb ist die Arbeitgeberinitiative so wertvoll.